Frauenseminar auf Borkum

Erich Westendarp / pixelio.de

Vom 2. bis 5. November 2020 findet ein Frauenseminar zum Thema: Grenzen erleben, setzen, überwinden, auf Borkum statt. Weiterlesen...

Ende der Kampagne für einen anderen Organspende-Ausweis

Die Mitgliederversammlung der Evangelischen Frauen in Deutschland hat die Kampagne für den anderen Organspende-Ausweis beendet.
Dazu schreibt die die Vorsitzende der EFiD Susanne Kahl-Passoth:

Das in den Vordergrund gestellte Kampagnenziel – die offizielle Einführung eines anderen Organspende-Ausweises mit differenzierten Entscheidungsmöglichkeiten – haben wir, wie zu erwarten, nicht erreicht. Gleichwohl sind wir mit den Ergebnissen der Kampagne sehr zufrieden. Insbesondere freuen wir uns über circa 40.000 Ausweise, die wir an Informationsständen verteilt haben, oder die direkt bei uns bestellt wurden, von einzelnen Interessierten ebenso wie beispielsweise von Kolleginnen und Kollegen aus der Krankenhausseelsorge oder Lehrerinnen und Lehrer. Immer wieder bekamen wir die Rückmeldung, dass es Menschen mithilfe dieses Ausweises etwas leichter fällt, sich für – oder auch gegen – eine Organspende im Falle des Hirntodes zu entscheiden.

Warum dann die Kampagne beenden? Für eine erfolgreiche Weiterführung wäre es notwendig, sie jetzt inhaltlich und personell noch einmal ganz neu aufzusetzen. Dazu fehlen uns derzeit die personellen Kapazitäten. Die Ausweise können natürlich weiterhin abgerufen werden, auch die Internetseite organspende-entscheide-ich.de mit den vielfältigen Informationen bleibt zugänglich. Und soweit möglich, werden wir auch weiterhin unsere Positionen einbringen und auf Nachfragen reagieren. Und selbstverständlich bleibt es auch nach diesem Beschluss jeder Mitgliedsorganisation unbenommen, sich weiterhin für die Ziele der Kampagne zu engagieren.

Entscheidend für die Erfolge unserer gemeinsamen Kampagne war Ihre Mitarbeit als Kampagnenpatinnen der EFiD-Mitgliedsorganisationen. Jede von Ihnen, die über die ganze Strecke oder zeitweise dabei war, weiß: Wir konnten – leider – nicht alle guten Ideen, die wir gemeinsam bei den Treffen der Kampagnenpatinnen ausgebrütet haben, realisieren. Aber ohne Ihre engagierte Mitarbeit hätten wir nicht einen Bruchteil dessen erreicht, was gelungen ist. Nicht auf der Bundesebene – und schon gar nicht in Ihren jeweiligen Bereichen. Das ungeheure Engagement, mit dem einige von Ihnen fast im Alleingang ihre jeweiligen landeskirchlichen Felder „beackert“ haben, hat uns tief beeindruckt und, nicht zuletzt, immer wieder auch motiviert, selbst nicht lockerzulassen. Dafür und für die vertrauensvolle, inspirierende Zusammenarbeit danken wir Ihnen von ganzem Herzen!


Musik bewegt - Frauentag im Kloster Frenswegen

Zum zweiten Tu-mir-gut-Tag haben die gesamtkirchliche Frauenarbeit und die Frauenarbeitsgemeinschaft des Synodalverbandes Grafschaft Bentheim eingeladen. Am letzten Wochenende trafen sich 45 Frauen zum Thema „Musik bewegt“ im Kloster Frenswegen.
„Dieser Tag soll ein Freundinnentag werden“, so Helma Wittke-Gosink, eine der Initiatorinnen. Freundschaften sind wichtig und ein stabiler Pfeiler im Leben, so ihre Aussage am Beginn des Tages. Gelebt wurde diese Freundschaft im gemeinsamen meditativen Tanzen und Singen.

Die Kraft der Musik betonte Gretchen Ihmels-Albe, die Pastorin für Frauenarbeit der Evangelisch-reformierten Landeskirche, in ihren Eingangsworten. Wir haben heute die Möglichkeit, an allen Orten gute Musik zu hören. Für viele beginnt auch der Tag mit Musik. Fröhliches aber auch Trauer und Angst werden mit Musik ausgedrückt. Im Gottesdienst verbinden das Singen und Beten mit Gott. Ein Gottesdienst ohne Musik ist für sie undenkbar. Sie erinnerte auch an die Gospellieder, die den Protest der Sklaven ausdrückten, aber auch ihre Hoffnung und ihren Glauben. Sie ist davon überzeugt, dass mit Musik alles besser geht. Betty Alsmeier erinnerte an die Aussage von Augustinus „Wer singt, betet doppelt“. Das wurde auch in ihrem Workshop deutlich, wo die Teilnehmerinnen unter ihrer professionellen Anleitung einige Lieder einübten.

Dass das Bewegen nach dem Rhythmus der Musik helfen kann, das Gleichgewicht im Leben zu halten, erlebten die Teilnehmerinnen in der meditativen Tanzgruppe mit Cornelia Pietruschka. Menschen lernen Tanzen, sonst können die Engel nichts mit ihnen anfangen – so ihr Motto.

Die Klangschalenmeditation mit Monika Rode animierte die Frauen auf den Klang der Bilder zu hören und eine entspannte Reise zu wagen.
Auch die Mittagspause stand ganz unter dem Zeichen eines „Tu-mir-gut-Tages“ mit Freundinnen. Bei Sonnenschein wurden im Labyrinth des Klosters Bewegungen mit den Smoveys eingeübt. In der Kapelle des Klosters erzählte Rosemarie Henschel das Märchen „Des Kaisers Nachtigall“ und im Kreuzgang begegneten Frauen sich zum Gespräch.
Mit stärkenden Segenswünschen von Angelika Zeidler ging ein inspirierender Tag mit vielen Eindrücken zu Ende.